DRK Fahrdienst Behinderter Foto: A. Zelck / DRK e.V.
Aufgaben und ZieleBundes-Freiwilligen-Dienst

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Aufgaben und Ziele der Notfalldarstellung

Überall Blut, schreiende Menschen, Rauch und bald schon die ersten Blaulichter die durch das Szenario blitzen. Was furchtbar klingt, ist zum Glück nur eine Übung und die verletzen sind nur Darsteller des Jugendrotkreuzes.

Ansprechpartner

Frau
Julia Anger

Julia.Anger(at)Jrk-Rhein-Erft.de 

Zeppelinstraße 25
42105 Wuppertal

Die Notfalldarstellung (früher Realistische Unfalldarstellung genannt) hat die Aufgabe, Notfallgeschehen möglichst wirklichkeitsgetreu wiederzugeben. Grob kann man sagen, dass die Notfalldarstellung aus drei Bereichen besteht, die nur in Kombination ein Gesamtbild ergeben:

  • Schminken

    Der Schminker sorgt mit seinen Materialien für die richtige Außenwirkung. Sei es eine Schnittwunde oder sogar eine Amputation: Fast alles ist möglich! Hier orientiert sich der Schminker stark an den Leitfäden der Ersten Hilfe und beachtet jedes äußerliche Anzeichen einer Verletzung. Durch die Schminke und die Darstellung der Mimen muss der Helfer später die genaue Erkrankung oder Verletzung erkennen können.

  • Mimen

    Die Aufgabe des Verletzendarstellers, auch Mime genannt, macht einen großen Teil der Glaubwürdigkeit einer Übung aus. Durch seine Gestik und Darstellungen in Verbindungen mit der Schminke vermittelt er dem Helfer das zu behandelnde Krankheitsbild.

    Im Laufe der Übung muss der Verletztendarsteller immer wieder auf die Aktionen des Helfers reagieren. Durch diese Reaktion lernt der Helfer den Ablauf einer realen Behandlung für den Ernstfall auch im Detail kennen.

  • Situationsaufbau

    Der Übungsplaner ist Teilnehmer der ersten Stunde jeder Übung. Gemeinsam mit den Führungskräften der Hilfsorganisationen und Feuerwehren plant er den Übungsablauf mit. Er stimmt die Übung und die Verletzungsmuster auf das Gelände und die Wünsche der Übungsleitung ab. Der Übungsplaner achtet auf die Einhaltung wichtiger Punkte, wie z.B. die Sicherheit der Mimen, die Versorgung mit Getränken und Speisen. Weiterhin wird durch die Übungsplanung der Transport und die Unterbringung der Teilnehmer vorab festgelegt. So kann während der Übung keine böse Überraschung auftreten, beispielsweise durch eine vergessene Toilette für die Darsteller während einer mehrstündigen Übung.

     

    Der Übungsplaner gehört bei der laufenden Übung zur Übungsleitung, überwacht die laufende Übung und steht im engen Kontakt mit den Führungskräften der Hilfsorganisation und den Übungsbeobachtern.

    Darüberhinaus sorgt der Übungsbeobachter in der laufenden Übung für die Sicherheit der Verletzendarsteller. Er betrachtet immer aufmerksam den Verlauf der Übung. Sollte einmal ein Verletzendarsteller in Not geraten, bricht der Übungsbeobachter die Übung ab.

    Häufig übernehmen die Schminker diese Aufgabe. Durch den engen Kontakt mit den Mimen sehen die Schminker früh wenn sich eine außergewöhnliche Situation anbahnt. 

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Einsatzgebiete

Längst ist die Notfalldarstellung ein unverzichtbarer Bestandteil der Rotkreuzarbeit geworden. Dabei richtet sich das Training mit Notfalldarstellern sowohl an Laien (z. B. in der Breitenausbildung) als auch an professionelle Helfer (z. B. Rettungsdienst, Feuerwehren usw.).

Da sich Lernerfolge durch praktische Übungen nachweislich verbessern lassen wird die Notfalldarstellung in vielen Bereichen gern eingesetzt. Beispielsweise:

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Sanitätsausbildung
  • Rettungsdienstausbildung
  • Fortbildungen vielerlei Arten
  • Übungen des Katastrophenschutzes (inkl. Psychosozialer Notfallversorgung und Betreuungsdienst)
  • Wettbewerbe
  • Schminkaktionen im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen

 

Ziele

Mit Hilfe der Notfalldarstellung lassen sich mehrer Ziele erreichen:

  • Helfer werden trainiert Verletzungen und Erkrankungen zu erkennen
  • Das Einschätzen von Gefahrensituationen wird verbessert
  • Die Hilfeleistung wird unter wirklichkeitsnahem Verhalten des Betroffenen trainiert
  • Gruppen trainieren Teamwork
  • Der Helfer wird besser auf den Ernstfall vorbereitet
  • Es kommt zum Abbau von Berührungsängsten bei den Helfern
  • Der Veranstalter der Aus- oder Fortbildung kann die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Helfer einschätzen